ON.TOUR - Das Jüdische Museum kommt in die Schule!

Steckbrief

Sparten
Ausstellungen

Schulart
Haupt- und Werkrealschule, Realschule, Gymnasium, Förderschule, Gemeinschaftsschule, Berufliche Schule

Klassenstufe
übergreifend

Regierungsbezirk
Freiburg, Stuttgart, Tübingen

Projektzeitraum
2-3 h

Projektstatus
Das Projekt findet laufend statt

Kontakt
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Tel: 030 - 259 93 300
info@jmberlin.de besucherservice@jmberlin.de
Webseite

Themen
Europa

Projektbeschreibung

Seit 2007 kommt der JMB-Bus unter dem Motto »on.tour - Das JMB macht Schule« mit Komponenten einer mobilen Ausstellung in Schulen des gesamten Bundesgebietes. Mitmachen können alle weiterführenden Schulen, die nach Bewerbung ausgewählt wurden.
Das Programm hat 2 Bestandteile: die mobile Ausstellung und der Workshop »So einfach war das« zu jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945.
Die mobile Ausstellung eignet sich für SchülerInnen aller Jahrgangsstufen. Bei gutem Wetter wird sie auf dem Schulhof aufgebaut, bei schlechtem Wetter an einem zentralen Ort im Schulgebäude. Die vier roten Würfel enthalten ausgewählte Objekte aus dem Museum und zeigen neben Exponaten zu jüdischer Religion und Zeugnissen der Verfolgung auch alltägliche Gegenstände. Viele davon haben einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen. Alltagsgegenstände und religiöse Objekte geben Auskunft darüber, wie Religion und tägliches Leben miteinander verflochten sind. Exemplarisch werden jüdische Feste wie etwa das Pessachfest oder der jüdische Feiertag Schabbat dargestellt. Die Geschichten der Firma Julius Fromm oder des süddeutschen Landjuden Löb Strauss bieten einen historischen und biographischen Zugang.
Die Schüler können auf den Würfeln sitzen, sie drehen und wenden, die Ausstellung selbständig erkunden und die Objekttexte lesen. Im Umgang mit Exponaten und Biographien erhalten sie auf eindrückliche und abwechslungsreiche Weise Einblick in deutsch-jüdische Geschichte, jüdische Religion und Kultur. Nach der Erkundungsphase präsentieren sich die Schüler das Erarbeitete gegenseitig. Das on.tour-Team begleitet sie dabei, erzählt Wissenswertes zu den Objekten, beantwortet Fragen rund um das Thema und moderiert die Präsentation.
Im Zentrum des Workshops steht die Beschäftigung mit jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945 in Deutschland. Dazu stellte das Museum bekannten und unbekannten, gläubigen und weniger gläubigen Jüdinnen und Juden verschiedener Generationen die Frage: »Wie war das eigentlich - nach 1945 als Jüdin oder Jude in Deutschland aufzuwachsen?«. Sie wurden gebeten, ein Foto einzusenden und eine für sie prägende Geschichte zu erzählen. In den Audiobeiträgen werden unterschiedliche Erfahrungen deutlich: Gefühle der Fremdheit und der Zugehörigkeit, kleine Fluchten aus dem Alltag, Träume und Hoffnungen. So berichtet beispielsweise die junge Musikerin Ekaterina Kaufmann, die mit ihrer Familie 1990 aus St. Petersburg nach Deutschland kam, von den antisemitischen Anfeindungen in Russland und dem Neubeginn in der Bundesrepublik Deutschland.
Mit iPods können die SchülerInnen ausgewählte Kindheits- und Jugenderzählungen über Kopfhörer anhören. Anhand der biographischen Quellen in Form von Kindheits- oder Jugendfotos sowie Interviews setzen sie sich mit jüdischen Biografien auseinander und präsentieren ihre Gruppenergebnisse vor der Klasse. In der anschließenden Diskussion tauschen sie sich über die Biographien und ihre persönlichen Erfahrungen aus.
Der Workshop wird von geschulten und didaktisch ausgebildeten Referenten in Zusammenarbeit mit der Fachlehrerin/dem Fachlehrer durchgeführt. Er eignet sich ab Klassenstufe 9. Idealerweise haben die SchülerInnen sich bereits mit deutsch-jüdischer Geschichte beschäftigt.



Kosten und Finanzierung

Für die Schule fallen keine Kosten an.

Bild: Jüdisches Museum Berlin

Material zum Download

ON.TOUR Broschüre