Hör' es klingt! - Musik mit allen Sinnen

Steckbrief

Sparten
Rhythmik

Schulart
Förderschule

Klassenstufe
übergreifend (5-11)

Regierungsbezirk
Stuttgart

Projektzeitraum
1 Schuljahr

Projektstatus
Das Projekt findet laufend statt

Kontakt
Stuttgarter Musikschule
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart
Tel: 0711 - 216-1718
Stuttgarter.Musikschule@stuttgart.de
Webseite

Themen
Künstlerbegegnung

Projektbeschreibung

„Hör´ es klingt!“ – Musik mit allen Sinnen entstand aus der Idee, geistig behinderten SchülerInnen das Erlernen eines Instruments zu ermöglichen. Es wurde die Integration behinderter Kinder in den öffentlichen Musikschulalltag durch eine besondere musikalische Förderung angestrebt. Gleichzeitig sollte sich dabei das Angebot der Stuttgarter Musikschule für ein noch größeres Publikum erweitern.
Das neue Konzept läuft nun seit Sommer 2005 und es nehmen insgesamt 7 SchülerInnen und 3 Lehrkräfte daran teil. Ziel ist es, den geistig behinderten SchülerInnen das Spiel auf verschiedenen Orff-Instrumenten, ein Gefühl für Rhythmus und unterschiedliche Klangqualitäten zu vermitteln.
Gleichzeitig soll ihre Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung durch Ausprobieren, Experimentieren und Improvisieren angeregt werden. Dabei wird die Klangerzeugung nicht nur mit Ohren und Augen verfolgt, sondern vieles auch taktil und manchmal sogar oral ausprobiert.
Einzelne Themen und Unterrichtsphasen richten sich nach jahreszeitlichen Themen und dem aktuellen Wochengeschehen an der Gustav-Werner-Schule. LehrerInnen wie auch Kindern ist es wichtig, Zeit zum Experimentieren zu haben.
Oft entstehen dabei gerade in den eigentlichen Spielpausen die Klangergebnisse, die man als Ziel angestrebt hat. Zum Beispiel übte eine Schülerin mit Down-Syndrom zusammen mit einem Lehrer durch gestützte Bewegungen ihren Namen zu trommeln. Als es ganz ruhig im Raum wurde, hörte man sie plötzlich ihren Namen rhythmisch richtig sprechen und trommeln.



Herausforderungen

Die Tagesverfassung der SchülerInnen variiert stark. Die Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung erfordert von den Lehrkräften ein hohes Maß an Flexibilität und Verständnis für bestimmte Verhaltensauffälligkeiten und das Ausmaß des besonderen Förderbedarfs. Für den Instrumentalunterricht mussten neue Methoden für die Unterrichtsdurchführung entwickelt werden. Dies hieß nicht nur eine neue Lehrmethode zu gestalten, sondern für jede/n einzelne/n SchülerIn eine spezifische und den Fähigkeiten gerechte Übungsform zu finden.