Aus Schrott wird Kunst - Erster "Poesie der Technik"-Workshop

Steckbrief

Sparten
Bildende Kunst, Ausstellungen

Schulart
Haupt- und Werkrealschule

Klassenstufe
Acht

Projektort
Mannheim

Regierungsbezirk
Karlsruhe

Projektzeitraum
Schuljahr 2016/2017 und 2017/2018

Projektstatus
Das Projekt findet laufend statt

Kontakt
Geschwister-Scholl-Werkrealschule
Warnemünder Weg 2
68309 Mannheim
christine.beutin@mannheim.de

Themen
Kulturagenten, Künstlerbegegnung

Projektbeschreibung

In der Modernen Kunst werden bei der Montage- oder Assemblage-Technik verschiedene Materialien und Gegenstände zu einem neuen, dreidimensionalen Objekt verbunden. Wie hierbei aus banalen Alltagsgegenständen und Abfallprodukten Kunst entstehen kann, erfuhren jüngst die Schüler*innen zweier achter Klassen der Geschwister-Scholl-Werkrealschule Mannheim beim ersten Workshop des zweijährigen Projekts „Poesie der Technik“. Zunächst besuchten sie dazu den Skulpturenweg im Luisenpark Mannheim und ließen sich durch Museumspädagoginnen der Kunsthalle an das Thema skulpturale Gestaltung heranführen. Bildhauer Bernd Bannach und Techniklehrer Axel Hartung unterstützten die jungen Künstler*innen dann bei der Projektwoche dabei, ihre Ideen individuell oder in Gruppenarbeit umzusetzen.


Zunächst wurden dazu neue Handwerkstechniken und Verarbeitungsverfahren erprobt, darunter zum Beispiel der Umgang mit Schweißgeräten, das Schmieden an Feldessen oder das Bohren von Metall. Während einige Schüler*innen sofort eine Vorstellung davon hatten, wie ihre Skulptur aussehen sollte und sich gleich die passenden Stücke aus dem Schrottfundus aussuchten, sahen andere in einzelnen Stücken bereits eine bestimmte Form, die sie noch durch weitere Teile ergänzen wollten. Passend zum Thema des Workshops, „Material Dialoge“, kamen so verrostete und nicht verrostete Teile zusammen, aber auch Metall und Ziegelsteine oder Metall und Holz.


Künstler Diethelm Wonner brachte ausgewählten Schüler*innen bei, worauf es beim Fotografieren der Skulpturen für den Werkkatalog ankommt. Er zeigte ihnen unter anderem, worauf man bei der Auswahl des Blickwinkels achten muss, wie die Beleuchtung passend gemacht wird und ob sich eher Vogel- oder Froschperspektive für die Aufnahmen eignet.


Am Ende des Projekts verfassten die Lernenden noch Kommentare zu ihren Kunstwerken und brachten so den magischen Moment zu Papier, wenn aus Schrott Kunst wird.


Bestaunt werden können die Skulpturen nun in einer Ausstellung in der Stadtbibliothek Mannheim und im fertigen Werkkatalog.



Kosten und Finanzierung

Das Projekt findet im Rahmen des Programms "Kulturagenten für kreative Schulen Baden-Württemberg" statt und wird darüber finanziert.